Erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Einmal pro Jahr sollten Angestellte mit ihrem Arbeitgeber über die Arbeitsleistung sprechen. Bei dieser Gelegenheit kann auch über das Gehalt verhandelt werden. Vorbereitung, realistische Vorstellungen und ein paar rhetorische Tricks ebnen den Weg zum größeren Gehaltsscheck.

Mit diesen Tipps wird die Gehaltsverhandlung zum Erfolg

Als Arbeitnehmer sollte man nicht abwarten, bis der Chef mehr Geld anbietet. Dies kann unter Umständen nie passieren. Am besten wird die Gehaltsforderung aktiv angesprochen. Hierbei gilt es, bereits den Inhalt des Gesprächs anzureißen. So fällt man später nicht mit der Tür ins Haus und der Chef weiß bereits, woran er ist. Andeutungen genügen aber, um zu vermeiden, dass der Arbeitgeber das Gespräch aufschiebt. Bei einer Beförderung oder dem Wechsel in einen neuen Aufgabenbereich sind zusätzliche Gehaltsverhandlungen angebracht.

Bleib realistisch und sachlich

Gehaltserhöhungen betragen in der Regel drei bis zehn Prozent des Netto-Gehalts. Je nach Branche kann es aber auch Abweichungen geben. Informiere Dich über das Durchschnittsgehalt, damit Du beim Gehaltsgespräch ein realistisches Angebot machen kannst. Bleibe dabei sachlich und höflich. Hitzige Diskussionen und Überredungsversuche führen selten zum Ziel, denn am Ende entscheidet ohnehin der Arbeitgeber. Was zu vermeiden ist, sind Vergleiche mit Kollegen.
Auch Gründe für die Gehaltserhöhung, die außerhalb der Arbeitsleistung liegen, sind ein No-Go. Es ist nicht die Angelegenheit des Arbeitgebers, ob Deine Miete erhöht wurde oder ein kostspieliger Urlaub in Planung ist und deshalb ein höheres Gehalt benötigt wird. Unsachliche Argumente werfen ein schlechtes Licht auf Dich und können die Gehaltsverhandlungen untergraben.

Wähle den richtigen Zeitpunkt

Die Gehaltsverhandlungen sollten zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. Wenn der Chef gut aufgelegt ist und Du Dich fit fühlst, ist das der richtige Moment, um das Gehalt anzusprechen. Befindet sich das Unternehmen dagegen in einer wirtschaftlichen Schieflage, sollte das Gespräch aufgeschoben werden.
Schon im Vorfeld gilt es, die eigenen Stärken zu notieren und zu überlegen, wie das Unternehmen in den letzten Monaten von Deiner Arbeitskraft profitieren konnte. Außerdem solltest Du Dir für jedes Argument, dass der Chef anbringen könnte, ein geeignetes Gegenargument zurechtlegen. Das hilft bei den Verhandlungen und zeugt von Vorbereitung und Souveränität. Denn nur wer sich seiner Position bewusst ist, kann sie aktiv verbessern.

Mit rhetorischen Tricks die Gehaltsforderung durchsetzen

Wende rhetorische Ticks an, um Deinen Arbeitgeber zu überzeugen. Beispielsweise kannst Du statt einer Gehaltserhöhung von einer Gehaltsanpassung sprechen. Der Chef wird dann möglicherweise fragen, welche Anpassung Du Dir vorstellst. Anschließend gilt es, die eigenen Argumente vorzubringen. Warum hast ausgerechnet Du mehr Geld verdient? Hierbei unbedingt Einschränkungen oder Entschuldigungen vermeiden. Das kann auf den Vorgesetzten schnell einen unsicheren Eindruck machen und er könnte denken, dass Du ein höheres Einkommen gar nicht verdient hast.
Frauen sollten in keinem Fall auf die „weiblichen Waffen“ setzen. Wimpernaufschläge oder aufreizende Kleidung gehören nicht in eine Gehaltsverhandlung. Besser ist ein souveränes Auftreten und eine klare Vorstellung davon, was Du möchtest und warum Du es verdient hast.

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