Allergien lindern

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Organismus auf verschiedene Stoffe. Sie macht sich durch Schnupfen, Hautirritationen oder einen zugeschnürten Hals bemerkbar. Wie Du eine Allergie erkennst und welche Behandlungs- und Vorbeugungsmaßnahmen helfen.

Eine Allergie äußert sich durch typische Symptome

Jede allergische Reaktion macht sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar. Meistens treten Schwellungen und Rötungen auf, die sich vor allem an den Schleimhäuten zeigen. Begleitend dazu kommt es zu Niesreiz, Schnupfen oder tränenden Augen. Typisch ist auch der Juckreiz, der Allergiker beim Kontakt mit bestimmten Stoffen befällt.
Schwere Allergien äußern sich oft durch Asthmaanfälle, Durchfall oder Kopfschmerzen. Wenn Du diese Symptome bemerkst, solltest Du umgehend den Notarzt rufen oder ein Krankenhaus aufsuchen. Abhängig ist das aber auch von der Art der Allergie und den Vorsorgemaßnahmen, die Du bereits ergriffen hast.

Die verschiedenen Allergie-Typen und Allergie-Tests

Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Allergie-Typen. Die Soforttyp-Allergie bzw. Typ-1-Allergie ist die am häufigsten vorkommende Form. Zu ihr gehören zum Beispiel Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen, eine Insektengift-Allergie oder allergisches Asthma.
Die Typ II-Allergien treten deutlich seltener auf. Wenn Du an einer Medikamentenallergie leidest, fällt Deine Allergie unter Typ II, die zwar weniger häufig auftritt, dafür jedoch schwere Schäden beispielsweise an Organen hervorrufen kann.
Die Typ III-Allergie umfasst ebenfalls Medikamentenallergien. Auch die sogenannte Farmer-Lunge gehört zu Typ III. Typische Symptome sind Hautirritationen und lokale Schwellungen oder Blutungen.
Die Typ IV-Allergie ist eine Spättyp-Allergie, die infolge von allergischen Reaktionen auf Metalle oder Chemikalien auftritt. Sie äußert sich durch Kontakt-Ekzeme und Blutungen und bedarf einer sofortigen Behandlung.

Die wichtigsten Allergie-Tests

Eine Allergie wird über Hauttests, Blutuntersuchungen und andere Maßnahmen festgestellt. Am Anfang der Untersuchung findet jedoch zunächst eine Anamnese statt – ein Gespräch mit dem Arzt, der sich einen Überblick über die Symptome verschafft und entscheidet, welcher Allergie-Test am erfolgversprechendsten ist.
Hauttests wie der Prick-Test oder der Prick-zu-Pricktest dienen dazu, Pollen-, Insektengift- und verschiedene Nahrungsmittelallergien festzustellen. Der Arzt pikst leicht in die Haut, trägt die Allergenlösung (beim Prick-zu-Pricktest echte Nahrungsmittel) auf und überprüft, ob Hautrötungen auftreten.
Soforttypallergien werden meist mittels Intrakutantestung oder Reibetest festgestellt. Als besonders zuverlässig gelten der IgE-Bluttest und der IgG-Bluttest, die unter anderem der Erkennung von entzündlichen Erkrankungen der Atemwege dienen. Bringen Haut- und Bluttests keine zuverlässigen Ergebnisse, erfolgt eine Provokation, also das gezielte Hervorrufen einer allergischen Reaktion.

Allergien bekämpfen: Wirksame Mittel zur Linderung

Eine akute allergische Reaktion lässt sich beispielsweise mit Antihistaminika wie Loratadin oder Cetirizin bekämpfen. Begleitend dazu kommen zur Linderung unter anderem Kortison-Präparate zur Verwendung.
Allergiker müssen nach einer allergischen Reaktion viel trinken und sich schonen. Außerdem empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung. Für einige Patienten kommt eine Hyposensibilisierung infrage, bei der die Allergie ursächlich behandelt wird. Bei der Hyposensibilisierung werden steigende Dosen des Allergens verordnet, bis der Körper eine ausreichende Toleranz aufgebaut hat.

5 vorbeugende Tipps:

Allergischen Reaktionen lassen sich unter anderem mit folgenden Tipps vorbeugen:

Z

rauchfreie und allergenarme Umgebung

Z

ausgewogene und gesunde Ernährung

Z

Kontakt mit Schadstoffen minimieren

Z

stillen oder spezielle Säuglingsnahrung füttern

Z

Kind umfassend impfen.

Die beste Möglichkeit, gegen Allergien vorzugehen, ist Vorbeugung. Allergiker vermeiden den Kontakt mit den Allergenen und tragen außerdem immer ein Notfallmedikament sowie einen Allergiker-Ausweis bei sich.

Hast du Tipps zum Thema?

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